7 harte Wahrheiten über Nahrungsergänzung – was wirklich wirkt (und was nicht) | Blutdruck-Kongress
Supplement-Report 2026

7 harte Wahrheiten über Nahrungsergänzung — was wirklich wirkt (und was nicht).

📅 23. April 2026 👤 Ingo Lienemann ⏱ Lesezeit: ca. 18 Minuten

Regale voller Dosen, Pulver und Tropfen. Jedes Etikett verspricht mehr Energie, bessere Konzentration, längeres Leben. Was davon hilft wirklich — und was ist teures Marketing? In einem 90-minütigen Fachgespräch hat Dipl.-Sportwiss. Alexander Martens die großen Klassiker auseinandergenommen: Vitamin D, Magnesium, Omega-3, Kurkuma, die B-Vitamine, Q10 und Ballaststoffe. Das Ziel: Klarheit statt Regal-Glücksspiel.

Warum überhaupt Nahrungsergänzung?

Der erste ehrliche Einwand zuerst: Braucht man das überhaupt, wenn man sich gesund ernährt?

Theoretisch nein. Praktisch sieht es anders aus. Lebensmittel liefern heute nicht mehr die gleiche Nährstoffdichte wie vor Jahrzehnten. Ein Apfel enthält nach Analysen bis zu 50 % weniger Mineralstoffe als früher. Der Wasseranteil steigt, die Mikronährstoffdichte sinkt. Hinzu kommen Bewegungsmangel, Dauerstress, Umweltgifte und eine Ernährung, die für viele zu stark verarbeitet ist.

Das Ergebnis: Viele Menschen sind mit Basisnährstoffen unterversorgt, ohne es zu bemerken.

Wir sehen heute so viele Krankheitsbilder — von Erschöpfung über Herz-Kreislauf-Probleme bis hin zu Depressionen —, die sich allein durch gezielte Mikronährstoffgabe bessern können.

— Alexander Martens im Seminar

Das heißt nicht, dass man blind den Schrank vollstellen sollte. Entscheidend sind drei Dinge: Qualität, Dosierung und individuelle Anpassung. Genau darum geht es in diesem Artikel.

Exklusiv für Teilnehmer

Das komplette 90-Minuten-Seminar als Aufzeichnung

Dieser Artikel fasst die Kernaussagen zusammen. Den kompletten Vortrag mit allen Details, Nachfragen aus dem Chat und Alexanders Live-Erklärungen gibt es als Video-Aufzeichnung — exklusiv für Teilnehmer des Blutdruck-Kongresses.

Zur Aufzeichnung
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Qualitätscheck im Regal: Worauf es wirklich ankommt

Vier Regeln, die du auf jedes Etikett anwenden kannst — in Apotheke, Drogerie, Online-Shop.

Zusatzstoffe

Lange Listen mit Füll-, Farb- oder Trennmitteln deuten meist auf Billigproduktion hin. Technisch praktisch, für den Körper überflüssig — und ein zuverlässiger Hinweis darauf, dass am eigentlichen Wirkstoff gespart wurde.

Nettofüllmenge & Dosierung

Was vorne groß beworben wird („Magnesium 400!"), musst du hinten auf dem Etikett überprüfen. Die entscheidende Angabe lautet „elementar" — nicht die Gesamtverbindung. 400 mg Magnesiumoxid sind nicht 400 mg Magnesium.

Zutatenreihenfolge

Entscheidend ist, was ganz oben steht. Tauchen Füllstoffe vor dem eigentlichen Wirkstoff auf, ist das Verhältnis ungünstig. Das ist das häufigste Signal für Drogerie-Qualität.

Preis-Leistung

Qualität kostet. Dumpingpreise deuten auf minderwertige Rohstoffe hin. Umgekehrt muss es nicht überteuert sein — seriöse Hersteller orientieren sich an der Studienlage, nicht am Marketingbudget.

Kurz & klar

Die vier Etiketten-Regeln

  • Kurze Zutatenliste ohne überflüssige Füllstoffe
  • Angabe in elementarer Form, nicht als Verbindung
  • Wirkstoff steht ganz oben in der Zutatenreihenfolge
  • Preis im realistischen Bereich — weder Dumping noch Premium-Fantasie
Exklusiv für Leser dieses Artikels

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02

Vitamin D — das Sonnenhormon

Kein Vitamin, sondern ein Hormonvorläufer, der über 2.000 Genprozesse steuert.

Vitamin D und Vitamin A – das zentrale Sparringspaar

Vitamin D ist streng genommen kein Vitamin, sondern ein Hormonvorläufer. Es beeinflusst Immunsystem, Psyche, Herz-Kreislauf und Knochenstoffwechsel — und steuert über 2.000 Genprozesse im Körper.

Zielwerte

  • Optimaler Spiegel: 40–60 ng/ml
  • Unter 30 ng/ml: Mangel
  • Über 60 ng/ml: nur unter therapeutischer Begleitung (z. B. bei Autoimmunerkrankungen)

Dosierung

  • Faustregel: 1.000 IE pro 10 kg Körpergewicht pro Tag
  • Bei Erkältungen verbraucht der Körper kurzfristig 15.000–20.000 IE/Tag
  • Täglich einnehmen, nicht wöchentlich — Vitamin D wird nach 24 h ans Bindungsprotein gekoppelt
  • Immer mit Fett aufnehmen (mindestens 2 g), sonst schlechte Resorption
  • Kapseln mit Pulver lösen sich nur zu etwa 30 % — flüssige Formen sind überlegen

Die unterschätzte Wahrheit: Ein hoher Blutwert reicht nicht

Das ist der wichtigste Punkt, den viele nicht wissen: Ein hoher Vitamin-D-Wert im Blut (gemessen als 25-OH-D) bedeutet nicht automatisch, dass Vitamin D im Körper auch wirkt. Entscheidend ist die Umwandlung in die aktive Hormonform (1,25-OH-D) und die Aktivierung des Vitamin-D-Rezeptors.

Das funktioniert nur, wenn die Co-Faktoren stimmen — insbesondere:

  • Vitamin A — der direkte Rezeptor-Partner (RXR)
  • Magnesium — für Umwandlung und Aktivierung
  • Vitamin B6 — unterstützend
  • Vitamin E — schützt bei der intrazellulären Umwandlung

Fehlt zum Beispiel Vitamin A, kann der Rezeptorkomplex nicht arbeiten — selbst bei vermeintlich hohem Blutwert. Im Seminar ergänzte Martens: Ein Teil der Bevölkerung kann Beta-Carotin genetisch bedingt schlechter in Retinol umwandeln, was das Problem zusätzlich verschärft.

Häufiger Mythos

Vitamin K2 ist kein direkter Partner von Vitamin D, auch wenn das oft behauptet wird. K2 ist für den Calcium-Haushalt sinnvoll, aber nicht der entscheidende Co-Faktor. Der zentrale Partner heißt Vitamin A.

Besonderheiten

  • 80 % der Bevölkerung haben einen Vitamin-D-Mangel
  • Sonnenschutzcreme blockiert die Vitamin-D-Bildung (schon ab LSF 2–3)
  • Auch im Sommer besteht oft Mangel — die meisten bekommen nicht genug direkte Sonne
  • Überdosierung ist schwer: Selbst Studien mit 100.000–250.000 IE/Tag zeigten keine schädliche Verkalkung. Trotzdem: therapeutische Begleitung bei hohen Dosen

Ein hoher Blutwert sagt nichts über die tatsächliche Wirkung. Erst im Zusammenspiel mit Vitamin A, Magnesium und B6 funktioniert der Rezeptor. Ohne diese Co-Faktoren bleibt selbst bei bestem Laborwert der Schalter aus.

— Alexander Martens im Seminar
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Hochwertiges Vitamin D₃ mit allen fettlöslichen Begleitvitaminen für optimale Aufnahme — genau die Formulierung, die Alexander Martens im Seminar empfiehlt.

  • 5.000 IE Vitamin D₃ pro Tropfen
  • Enthält Vitamin A (aktiviert den Vitamin-D-Rezeptor)
  • Mit Vitamin K₂ (MK-7 all-trans) für Knochen & Gefäße
  • Vitamin E (EVNol™-Komplex) als Zellschutz
  • Gelöst in MCT-Kokos- & Olivenöl für beste Bioverfügbarkeit
  • Ca. 700 Tropfen pro Flasche — ergiebig dosierbar
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Trag dein Körpergewicht ein. Wenn du deinen aktuellen Spiegel aus einem Bluttest kennst, bekommst du zusätzlich eine Aufsättigungs-Empfehlung für 10 Tage.

Faustregel aus dem Seminar: 1.000 IE pro 10 kg

Bitte ein Gewicht zwischen 30 und 200 kg eingeben.

Aus einem Bluttest. Ohne Wert berechnen wir nur die Erhaltungsdosis.

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Erhaltungsdosis
IE/Tag
täglich, mit fettreicher Mahlzeit

Die Berechnung folgt den Empfehlungen aus dem Seminar mit Dipl.-Sportwiss. Alexander Martens. Sie ersetzt keine medizinische Beratung.

03

Magnesium — Multitalent-Mineralstoff

Beteiligt an über 300 enzymatischen Prozessen. Und bei den meisten Menschen chronisch zu niedrig.

Magnesium für Muskel- und Nervensystem

Magnesium steckt in über 300 enzymatischen Prozessen: Muskelkontraktion, Nervensystem, Energieproduktion, Stressregulation. Trotzdem haben viele Menschen einen chronischen Mangel — und bemerken es an Symptomen, die man selten dem Magnesium zuordnet: Muskelkrämpfe, Schlafstörungen, Nervosität, Energiemangel, Stimmungsschwankungen.

Die richtige Form: organisch statt anorganisch

Das größte Missverständnis bei Magnesium: Nicht jede Form ist gleich wirksam. Anorganische Verbindungen wie Magnesiumoxid (das Standard-Billigprodukt in Drogerien) werden nur zu 10–15 % aufgenommen. Der Rest wird ausgeschieden — bestenfalls.

Organische Verbindungen (gut bioverfügbar)

  • Magnesium-Malat → Muskeln, Energie
  • Magnesium-Bisglycinat → Psyche, Schlaf, Entspannung
  • Magnesium-Taurat → Herzgesundheit, „Longevity"-Effekt
  • Magnesium-Citrat → Energiestoffwechsel (kann in höherer Dosis abführend wirken)
  • Magnesium-Threonat → Gehirn, Gedächtnis, Psyche

Anorganische Verbindungen (schwach bioverfügbar)

  • Magnesiumoxid → nur 10–15 % Aufnahme, typisches Drogerie-Präparat
  • Magnesium-Bicarbonat → wirkt primär bei Übersäuerung

Dosierung

  • Mindestens 400 mg reines (elementares) Magnesium pro Tag
  • Frauen nach den Wechseljahren: 600–800 mg pro Tag (Studienlage nach Prof. Döll)
  • Achte unbedingt auf die Angabe „elementar" — nicht auf die Gesamtmenge der Verbindung
Synergie

Magnesium + Vitamin D + B6

  • Magnesium erhöht den Vitamin-D-Spiegel (und umgekehrt)
  • In Kombination mit Vitamin B6 besonders wirksam
  • Zusammen mit Calcium steuert es Muskel- und Nervensignale

Unter 400 mg elementarem Magnesium pro Tag sehe ich in der Praxis kaum messbare Effekte. Wer Magnesiumoxid aus der Drogerie nimmt, kann sich das Geld sparen — das landet zu 85 % in der Toilette.

— Alexander Martens im Seminar
Magnesia 7+1 Komplex von NatuGena
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Magnesia 7+1

Komplexes Präparat mit allen wichtigen organischen Magnesium-Verbindungen — deckt das komplette Wirkspektrum ab.

  • Magnesium-Malat für Muskeln & Energie
  • Magnesium-Bisglycinat für Schlaf & Regeneration
  • Magnesium-Taurat für Herz & Langlebigkeit
  • Magnesium-Citrat für Energiestoffwechsel
  • Magnesium-Threonat für Gehirn & Konzentration
  • Kein Magnesiumoxid — maximale Bioverfügbarkeit
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Lieber gezielt dosieren statt Komplex?

Wer nicht alle sieben Formen auf einmal will, sondern eine spezifische Wirkung gezielt unterstützt, fährt mit den Einzelpräparaten besser. Alexander hat im Seminar zwei Formen besonders hervorgehoben:

Magnesium-Glycinat von NatuGena
Schlaf & Psyche · abends
Magnesium-Glycinat

Die ruhige Form, die Alexander selbst abends nimmt. Bisglycinat an die Aminosäure Glycin gebunden — sehr gut verträglich, hilft beim Abschalten und besser schlafen. 300 mg elementares Magnesium pro Tag, 60 Tage Versorgung für 29,95 €.

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Magnesium-Citrat von NatuGena
Energie · tagsüber
Magnesium-Citrat

Organisches Magnesiumcitrat — die Form für den Energiestoffwechsel. Hohe Bioverfügbarkeit, basenbildend, wird auch bei schwankendem pH-Wert gut aufgenommen. Hinweis aus dem Seminar: höhere Dosen können abführend wirken. 300 mg pro Tag, 60 Tage für 29,95 €.

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Omega-3 — der Zellschutz

Fast jeder in Mitteleuropa hat einen Mangel. Aber nicht jedes Fischöl ist ein Omega-3.

Omega-3 aus Fischöl und Algenöl

Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) gehören zu den wichtigsten Nährstoffen überhaupt — für Herz, Gehirn und Zellmembranen. Der Mangel ist in Mitteleuropa praktisch die Regel. Aber die Drogerie-Fischölkapseln, die viele Menschen kaufen, sind oft ihr Geld nicht wert.

Qualitätsmerkmale: Was ein gutes Omega-3 ausmacht

Totox-Wert

Misst die Oxidation und damit die Frische. Der Grenzwert liegt bei 10 — hochwertige Öle liegen deutlich darunter, oft bei 1–3. Billige Fischöle oxidieren auf dem Weg in die Kapsel und richten im Körper mehr Schaden an, als sie nützen.

Geschmack

Omega-3 muss frisch schmecken. Kein Fischgeschmack, kein Aufstoßen — stattdessen eine angenehme fruchtige Note. Wenn es nach Fisch schmeckt, ist es schlecht.

Beigefügtes Olivenöl

Gutes Bio-Olivenöl wirkt als Antioxidans und stabilisiert die Haltbarkeit. Ein Qualitätssignal, das du auf der Rückseite der Flasche findest.

Dosierung

  • Mindestens 2 g EPA + DHA pro Tag für wirksame Versorgung
  • EPA = entzündungshemmend, wichtig bei Herz-Kreislauf
  • DHA = Gehirn, Nerven, flexible Zellmembranen
Oft übersehen

Omega-3 verbessert auch andere Supplements

Weiche, bewegliche Zellmembranen nehmen Mikronährstoffe leichter auf. Omega-3 wirkt dadurch indirekt als Verstärker für alle anderen Nährstoffe — eine oft vergessene, aber messbare Wirkung.

Das Omega-6-Problem

Unsere Ernährung enthält massiv zu viele Omega-6-Fettsäuren — vor allem durch Fleisch und Wurst. Das verschiebt das Verhältnis und fördert stille Entzündungen. Omega-3 ist der direkte Gegenspieler.

Fisch oder vegan?

  • Kleine Fische (Hering, Sardinen) sind besser als Raubfische (Thunfisch, Schwertfisch) — wegen der Bioakkumulation von Schwermetallen
  • Algenöle (vegan) sind gleichwertig, enthalten oft sogar mehr DHA — aber deutlich teurer
  • Fischöl liefert meist mehr EPA, ist preisgünstiger

Testen oder nicht testen?

Alexander Martens hält Omega-3-Tests oft für überflüssig: Fast jeder hat einen Mangel, die Ergebnisse sind vorhersehbar. Wer es aber genau wissen oder einen Therapieverlauf überwachen will, kann den Wert bestimmen lassen.

Zum Omega-3-Test bei NatuGena

Omega-3 Öl von NatuGena
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Omega-3 Öl

Hochwertiges Fischöl mit niedrigem Totox-Wert — für Herz, Gehirn und Zellgesundheit.

  • Mindestens 2 g EPA + DHA pro Tagesdosis
  • Totox-Wert deutlich unter 10 (Frische-Garantie)
  • Kein Fischgeschmack, kein Aufstoßen
  • Mit Bio-Olivenöl als Antioxidans
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Veganes Omega-3 von NatuGena
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Veganes Omega-3 Öl

100 % pflanzlich aus Algen — gleiche Wirksamkeit wie Fischöl, oft mit höherem DHA-Anteil.

  • Gleiche aktive Fettsäuren (EPA, DHA) wie Fischöl
  • Höherer DHA-Anteil — besonders fürs Gehirn
  • Frei von Fisch und tierischen Produkten
  • Deutlich teurer, aber für Vegetarier / Veganer die Lösung
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Kurkuma & Polyphenole — mehr als Gewürz

Über 12.000 Studien zu Kurkuma. Und doch macht fast jeder beim Kauf den gleichen Fehler.

Kurkuma, OPC und Grüntee – sekundäre Pflanzenstoffe

Kurkuma gehört zu den am besten untersuchten Pflanzenextrakten überhaupt — über 12.000 Studien zum Thema existieren inzwischen. Gemeinsam mit anderen sekundären Pflanzenstoffen wie OPC, Grüntee oder Brokkoli bildet es eine wichtige Schutzgruppe für den Körper.

Farbvielfalt wirkt

An der Uni Leipzig wurden über 500 Pflanzenstoffe im Spektrum untersucht. Das Ergebnis: Unterschiedliche Farben aktivieren unterschiedliche Stoffwechselprozesse.

Orange (Kurkuma, Karotten), Blau (OPC, Heidelbeeren), Grün (Brokkoli, Spinat) — jede Farbgruppe triggert eigene Schutzmechanismen. Wer sich farbvielfältig ernährt, deckt ein breites Spektrum ab.

Dosierung und Wirkschwelle

Das ist der Punkt, an dem die meisten Drogerie-Kurkuma-Präparate versagen: Unter 500 mg Curcuminoiden tut sich nichts.

  • Ab 500 mg Curcuminoide/Tag: nachweislich entzündungshemmend
  • Bei Darmerkrankungen: in Studien 3–6 g täglich erforderlich (nur unter ärztlicher Begleitung)
  • Bei Schmerzen (Arthrose, Arthritis): 500–1.000 mg wirkten vergleichbar gut wie 150 mg Diclofenac oder Ibuprofen — ohne die typischen Nebenwirkungen

Formulierung entscheidet über Wirkdauer

Nicht alle Curcuminoide sind gleich:

  • Curcumin: Halbwertszeit ca. 8 Stunden
  • Demethoxy-/Bisdemethoxycurcumin: bis zu 16 Stunden

Hochwertige Präparate kombinieren mehrere Formen — so hält die Wirkung länger und du musst seltener nachdosieren.

Bioverfügbarkeit: Fett statt Pfeffer

Curcumin ist fettlöslich. Es wird besser aufgenommen, wenn es in Öl eingebettet ist oder mit einer fetthaltigen Mahlzeit kombiniert wird. Viele Präparate enthalten bereits einen Fettmantel.

Mythos aufgeklärt

Oft beworben wird die „2000-fache Steigerung der Bioverfügbarkeit durch Piperin (schwarzer Pfeffer)". Der Haken: Diese Wirkung tritt nur bei einem unrealistischen Anteil von 20 % Piperin auf — mengenmäßig nicht umsetzbar. Eine gute Formulierung mit Fettanteilen ist seriöser.

Pulver oder Extrakt?

  • Frische Wurzel oder Pulver: über 1.000 natürliche Verbindungen, besonders gut für die Darmflora — sinnvoll in Currys, Smoothies, Goldener Milch
  • Extrakte: notwendig, wenn gezielt entzündungshemmende oder schmerzlindernde Effekte erreicht werden sollen. Hier zählt Dosierung und Curcuminoid-Zusammensetzung.

Mehrwert über den Entzündungsstopp hinaus

  • Unterstützt die Leberfunktion
  • Hat Effekte auf die Psyche
  • Gilt als Anti-Aging-Substanz (Longevity)
  • Beeinflusst den gesamten Stoffwechsel positiv

Unter 500 mg Curcuminoiden tut sich nichts. Bei chronischen Darmentzündungen starten die Studien erst bei 3 g am Tag — normale Kapseln reichen da nicht aus.

— Alexander Martens im Seminar
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Hochdosierter Kurkuma-Extrakt mit verschiedenen Curcuminoiden — für Gelenke, Immunsystem und Entzündungsbalance.

  • Über der Wirkschwelle von 500 mg Curcuminoiden
  • Mehrere Curcuminoid-Formen für längere Halbwertszeit
  • Fettbasierte Formulierung für bessere Aufnahme
  • Ohne Piperin (Pfeffer-Mythos)
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Flüssiges Kurkuma für flexible Dosierung und einfache tägliche Anwendung — ideal zur fetthaltigen Mahlzeit.

  • Flüssig statt Kapsel — angenehm einzunehmen
  • Gut dosierbar, auch in höheren Mengen
  • Ideal in Kombination mit einer Mahlzeit
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06

Vitamin-B-Komplex — Energie fürs Nervensystem

Bioaktiv oder inaktiv — dieser eine Unterschied entscheidet über die Wirkung.

B-Vitamine für Nerven und Energie

Die B-Vitamine sind Multitalente: Sie spielen eine Schlüsselrolle im Energiestoffwechsel, unterstützen das Nervensystem, wirken auf die Psyche und sind an zahlreichen Zellprozessen beteiligt. Sie gehören zu den Vitaminen mit den meisten zugelassenen Health Claims überhaupt.

Der entscheidende Unterschied: aktiv oder inaktiv

Es gibt zwei Formen:

  • Inaktive B-Vitamine — müssen erst im Körper umgewandelt werden
  • Bioaktive B-Vitamine — liegen schon in der verwertbaren Form vor

Das Problem: Viele Menschen können die inaktiven Formen nicht effizient umwandeln. Das klassische Beispiel ist Folsäure:

Wichtig für Frauen mit Kinderwunsch

Rund 30 % der europäischen Frauen können Folsäure nicht in die aktive Form Methyltetrahydrofolat (5-MTHF) umwandeln. Folgen: Probleme bei der Zellteilung, Schwierigkeiten schwanger zu werden oder die Schwangerschaft zu halten. In diesen Fällen ist bioaktives Folat (Methylfolat) unerlässlich.

Genetik spielt mit

Über Gentests (z. B. Speicheltests) lässt sich feststellen, ob jemand B-Vitamine überhaupt umwandeln kann. Besonders relevant bei Kinderwunsch und bei chronischer Müdigkeit trotz vermeintlich ausreichender Versorgung.

Kombination mit Vitamin C

Vitamin C ist der wichtigste Partner der B-Vitamine. In praktisch allen Stoffwechselprozessen, bei denen B-Vitamine benötigt werden, ist Vitamin C als Antioxidans beteiligt. Ein hochdosierter B-Komplex mit Vitamin C wirkt daher besonders effizient.

Typische Einsatzbereiche

  • Nervensystem & Psyche: Stress, Stimmungsschwankungen, neuronale Schmerzen
  • Energie & Zellteilung: Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Wachstumsphasen
  • Frauengesundheit: Schwangerschaft, hormonelle Balance, Postmenopause
Kurz & klar

Worauf du achten solltest

  • Bioaktive Formen: 5-MTHF (statt Folsäure), P-5-P (B6), Methyl-/Adenosylcobalamin (B12)
  • Kombination mit Vitamin C verstärkt die Wirkung
  • Bei chronischer Müdigkeit oder Kinderwunsch: einmal Genetik testen lassen
  • Nicht nur „Methylieren" — auch die Demethylierung mitbedenken (Modulation)
Bioaktiver B-Komplex von NatuGena
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Bioaktiver B-Komplex

B-Vitamine in der bioaktiven Form — direkt verwertbar, auch bei genetisch eingeschränkter Umwandlung.

  • 5-MTHF statt Folsäure
  • P-5-P (aktives B6)
  • Methyl-/Adenosylcobalamin (aktives B12)
  • Besonders wichtig bei Kinderwunsch
Zum Produkt

Alternativ: HydroVitamine (B + C) — für alle, die B und C in einer Kombination bevorzugen.

07

Coenzym Q10 — Zellenergie

Ab 30 sinkt die körpereigene Produktion. Ab 60 hast du nur noch 40 % des ursprünglichen Q10 in Herz und Gehirn.

Coenzym Q10 für Herz und Mitochondrien

Coenzym Q10 ist ein körpereigener Stoff, der in den Mitochondrien — den „Kraftwerken der Zellen" — für die Energieproduktion (ATP) sorgt. Mit zunehmendem Alter sinkt der Spiegel drastisch:

  • Ab dem 30. Lebensjahr baut der Körper weniger Q10 auf
  • Ab dem 60. Lebensjahr sind nur noch rund 40 % des ursprünglichen Q10-Gehalts in Herz, Gehirn und Leber vorhanden

Ubichinon oder Ubiquinol?

Beide Formen sind wirksam — die Wahl hängt vom Ziel ab:

  • Ubichinon (oxidierte Form): entscheidend für Energiestoffwechsel — wirkt im Atmungskomplex III und IV der Mitochondrien
  • Ubiquinol (reduzierte Form): wirkt primär antioxidativ

Dosierung

  • Präventiv ab 50 Jahren: ca. 150 mg täglich
  • Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen: höhere Mengen (bis 500 mg), möglichst unter therapeutischer Begleitung
  • Bei Statinen: mindestens 150 mg täglich — Statine senken den Q10-Spiegel massiv
Wichtig bei Cholesterinsenkern

Wer Statine nimmt, sollte Q10 ergänzen. Statine reduzieren die körpereigene Q10-Produktion drastisch — was erklärt, warum viele Patienten unter Statin-Therapie über Muskelschmerzen, Erschöpfung und Konzentrationsstörungen klagen.

Anwendung: Kur statt Dauerfeuer

Martens empfiehlt Q10 eher kurweise — mit Pausen und regelmäßigen Bluttests statt als Dauer-Schrotflinte. Flüssige Formen oder hochdosierte Kapseln verbessern die Aufnahme.

Ubichinon für Energie, Ubiquinol für den antioxidativen Schutz. Und ganz wichtig: Wer Statine nimmt, sollte Q10 nicht vergessen — sonst stellt er sich den Motor aus, ohne es zu merken.

— Alexander Martens im Seminar
ZellEnergie von NatuGena
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Hochdosiertes Q10 in der Ubichinon-Form — optimale ATP-Produktion für Herz und Gehirn.

  • Fokus auf Ubichinon für ATP-Produktion
  • Ca. 150 mg Q10 pro Kapsel — praxistaugliche Dosierung
  • Ideal als tägliche Basis ab dem 50. Lebensjahr
  • Für Menschen unter Statin-Therapie
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Q10 Ubiquinol 100 — Liquid/Spray

Antioxidative Q10-Form als Spray — schnell und flexibel im Alltag.

  • Ubiquinol für starken Zellschutz
  • Sublingual / Spray — einfache Einnahme
  • Ideal unterwegs oder bei Schluckproblemen
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Ballaststoffe — unterschätztes Fundament

30 g empfiehlt die DGE. Die meisten schaffen 15 g — oder weniger. Wichtiger als jedes einzelne Vitamin.

Ballaststoffe für die Darmgesundheit

Ballaststoffe sind mehr als „Füllstoffe". Sie regulieren die Verdauung, ernähren die Darmflora und schützen vor Entzündungen. Die DGE empfiehlt täglich 30 g — die meisten schaffen nur 15 g oder weniger.

Zwei Arten, beide wichtig

  • Wasserlöslich — Futter für Darmbakterien. Fördern die Bildung kurzkettiger Fettsäuren (Buttersäure, Propionsäure). Wirken entzündungshemmend.
  • Wasserunlöslich — Binden Schadstoffe, Schwermetalle und Pestizide im Darm. Sorgen für die „Ausscheidung".

Gesundheitseffekte

  • Bessere Verdauung und regelmäßiger Stuhlgang
  • Unterstützung der Darmflora und des Immunsystems
  • Senkung stiller Entzündungen
  • Schutz vor toxischen Belastungen

Praxis

Ideal ist eine Mischung aus löslichen und unlöslichen Ballaststoffen. Reich an Ballaststoffen sind Wurzelgemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte. Ergänzend können Ballaststoffmischungen sinnvoll sein — besonders bei Darmproblemen oder strenger Ernährung.

Für mich sind Ballaststoffe oft noch wichtiger als einzelne Vitamine. Sie halten den Darm sauber und bilden antientzündliche Fettsäuren. Kein teures Supplement ersetzt das.

— Alexander Martens im Seminar
GaSta Aktiv von NatuGena
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Hochwertiger Ballaststoff-Komplex, der Darmflora fördert, Schadstoffe bindet und die Verdauung unterstützt.

  • Lösliche & unlösliche Ballaststoffe kombiniert
  • Unterstützt die natürliche Darmflora
  • Bindet Pestizide und Schwermetalle
  • Mit mikroverkapselten Bakterienstämmen
  • Vegan, frei von künstlichen Zusatzstoffen
Zum Produkt
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Welche Tests wirklich sinnvoll sind

Messen statt raten — damit du gezielt supplementierst, nicht mit der Schrotflinte.

Bevor du Nahrungsergänzungen blind einnimmst, ist es sinnvoll, zu wissen, wie dein Körper tatsächlich versorgt ist. Moderne Heimtests liefern klare Werte — einfach und schnell.

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Prävent 360 — der ganzheitliche Bluttest

Neben den gezielten Einzeltests gibt es auch umfassende Analysen. Ein Beispiel: der Prävent 360-Test von Biovis. Mit nur wenigen Tropfen Kapillarblut werden über 75 Parameter erfasst — Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Fettsäuren, Immun- und Stoffwechselmarker.

Mit dem Prävent 360 Test kann jeder bequem von zuhause aus arbeiten: fünf Bluttropfen, einschicken — und man bekommt 75 Parameter ausgewertet. Von Zink, Selen, Magnesium über Fettsäuren bis hin zu Vitaminen und Spermidin. Damit habe ich eine breite Basis und kann gezielt nachsteuern, anstatt mit der Schrotflinte zu supplementieren.

— Alexander Martens im Seminar

Mehr Infos zum Prävent 360 Test bei Biovis

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Fazit: Klarheit im Supplement-Dschungel

Nahrungsergänzungen sind weder unnötiger Luxus noch Wundermittel — sie sind Werkzeuge. Entscheidend ist nicht die Menge an Kapseln im Schrank, sondern Qualität, Dosierung und gezielte Anwendung. Zusammengefasst:

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick
  • Vitamin D ist in Deutschland ein Muss — aber nur wirksam mit Vitamin A und Magnesium
  • Magnesium reguliert Nerven, Muskeln und Schlaf — die richtige Form macht den Unterschied (Bisglycinat, Malat, Taurat)
  • Omega-3 ist der Zellschutzfaktor für Herz und Gehirn — Totox-Wert und Menge entscheiden
  • Kurkuma wirkt erst ab 500 mg Curcuminoiden — alles darunter ist Geldverschwendung
  • B-Komplex bioaktiv einnehmen — bei Kinderwunsch besonders wichtig
  • Q10 ab 50 aufwärts, zwingend bei Statin-Einnahme
  • Ballaststoffe sind oft wichtiger als einzelne Vitamine
  • Tests helfen, gezielt zu ergänzen statt blind zu raten

Das wichtigste Learning: Gezielt messen, gezielt ergänzen.

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Häufige Fragen

Kann man Vitamin D überdosieren?

Theoretisch ja, praktisch ist es schwer. Studien zeigen selbst bei sehr hohen Mengen kaum Risiken. Trotzdem gilt: Spiegel regelmäßig messen. Werte über 60 ng/ml nur unter therapeutischer Begleitung.

Welches Magnesium ist das beste?

Es gibt kein „bestes" Magnesium — die richtige Form hängt vom Ziel ab. Bisglycinat für Schlaf und Psyche, Taurat fürs Herz, Malat für die Muskeln. Magnesiumoxid aus Drogerieprodukten ist kaum wirksam und nicht zu empfehlen.

Braucht man K2 zu Vitamin D?

K2 kann für den Knochenstoffwechsel sinnvoll sein, ist aber nicht der entscheidende Partner von Vitamin D. Wichtiger ist Vitamin A — der direkte Sparringspartner für die Rezeptor-Aktivierung.

Reicht gesunde Ernährung nicht aus?

Theoretisch ja, praktisch nein. Studien zeigen: Obst und Gemüse enthalten heute deutlich weniger Mikronährstoffe als noch vor 50 Jahren. Ergänzungen helfen, diese Lücke zu schließen — sie ersetzen aber keine gute Ernährung.

Sind vegane Omega-3-Präparate genauso gut wie Fischöl?

Ja, sie liefern die gleichen aktiven Fettsäuren (EPA, DHA). Algenöl ist teurer und enthält meist mehr DHA, während Fischöl oft mehr EPA liefert. Beides wirkt — die Wahl hängt von Präferenz und Ernährungsweise ab.

Was bringt Kurkuma in Pulverform?

Pulver oder frisches Kurkuma unterstützen die Darmflora. Für entzündungshemmende und schmerzlindernde Effekte braucht es jedoch Extrakte mit ausreichenden Curcuminoiden (mindestens 500 mg pro Tag).

Wann ist Q10 sinnvoll?

Ab dem 30. Lebensjahr sinkt die Eigenproduktion, ab 50 ist Supplementierung besonders wichtig. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollte die Einnahme ärztlich begleitet werden. Zwingend bei Statin-Therapie.

Sind Ballaststoffe wirklich so wichtig?

Ja. Die meisten Menschen nehmen nur die Hälfte der empfohlenen Menge zu sich. Ballaststoffe sind entscheidend für Darmgesundheit, Entgiftung und regelmäßigen Stuhlgang — in Martens' Sicht oft wichtiger als einzelne Vitamine.

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